Ist der Tiefpunkt überwunden? Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts vom November 2025 sprechen für eine allmähliche Stabilisierung der Baukonjunktur. Nach einer längeren Phase der Zurückhaltung ziehen die Auftragseingänge wieder an, ebenso die Zahl der genehmigten Wohnungen. Ein Überblick.

Auftragsbücher füllen sich wieder

Lange Zeit war die Baukonjunktur von Zurückhaltung geprägt, doch zuletzt hat der Markt eine spürbare Belebung erlebt. So ist der preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vormonat um 7,7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Anstieg sogar 20,7 Prozent.

Damit erreicht der Index der Neuaufträge den höchsten Stand seit März 2022. Zwar ist der Tiefbau mit einem starken Plus von 13,2 Prozent (zum Vormonat) der Haupttreiber, was oft auf öffentliche Großaufträge zurückzuführen ist, doch auch der für den privaten Sektor wichtige Hochbau zieht mit 1,7 Prozent wieder an.

Das Einfamilienhaus feiert ein Comeback

Noch deutlicher wird der Aufwärtstrend bei den geplanten Projekten. Ein Blick auf die Baugenehmigungen von Januar bis September 2025 zeigt, dass wieder mehr gebaut werden soll. Insgesamt wurden 14,2 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum.

Interessant auch: Das Einfamilienhaus ist wieder gefragt. Mit einem Anstieg von 17,4 Prozent bei den Genehmigungen zeigt sich hier die größte Dynamik. Auch Investoren im Bereich Mehrfamilienhäuser sind wieder aktiver (+13,0 Prozent).

Zur Einordnung: Der hohe Anstieg der Genehmigungen im September 2025 (+80,1 Prozent gegenüber September 2024) liegt auch an einem statistischen Basiseffekt, da der Vorjahresmonat historisch schwach war. Dennoch bestätigt der Trend über das Dreivierteljahr hinweg eine steigende Planungsaktivität.

Ausblick

In der deutschen Bauwirtschaft kommt wieder Bewegung auf. Sowohl bei den Auftragseingängen als auch bei den Genehmigungen weicht die bisherige Zurückhaltung zunehmend neuer Aktivität. Für die kommenden Monate ist eine weitere Stabilisierung zu erwarten. Da die realen Umsätze bereits anziehen (+5,1 Prozent), ist künftig mit einer höheren Auslastung der Fachfirmen zu rechnen. Für Bauherren bietet das aktuelle Zeitfenster daher noch vergleichsweise gute Verfügbarkeiten, bevor sich potenzielle Engpässe wieder verschärfen könnten.

 

© Bildquelle: KI-generiert mit Gemini (Google)

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